Mathe-Werkstatt


Unsere Schule wird durch die Einrichtung der Werkstatt eine hervorragende Möglichkeit bekommen, die Qualität des Mathematikunterrichts zu verbessern; zum Einen beim Unterricht in der Werkstatt selbst, zum Anderen auch um Anregungen für den Unterricht in den normalen Unterrichtsräumen zu erhalten.

Die Mathematikwerkstatt, die an unserer Schule entstehen soll, kann diesem Anspruch auf unterschiedliche Weisen gerecht werden1:

Es soll ein Raum entstehen, der individuelles Lernen ermöglicht. Den Schülern soll in der Werkstatt ermöglicht werden zu Lernen, wie es für sie angemessen ist: im passenden Lern- und Arbeitstempo, mit Aufgaben im richtigen Schwierigkeitsgrad, zu Themen, bei denen Nachholbedarf besteht oder die von besonderem Interesse sind. So können die besonders begabten Schüler die Zeit nutzen, um sich in neue und unbekannte Sachverhalte zu vertiefen und die schwächeren Schüler haben den Freiraum, sich Zeit zum Üben und Wiederholen zu nehmen, ihre eigenen Lücken zu finden, zu konkretisieren und zu schließen. Auf diese Weise soll die Selbstständigkeit der Schüler gefördert und die Verantwortung für das eigene Lernen gestärkt werden. Im Zuge der Einführung kompetenzorientierter Rahmenpläne bietet die Mathematikwerkstatt eine exzellente Gelegenheit, den Kollegen eine Anwendung neuer Methoden zu ermöglichen. Weitere Öffnung des Unterrichts kann mit geringer Hemmschwelle ausprobiert und weiterentwickelt werden. Da die Schule sich auch im Hamburger „Sinus-Projekt“ engagiert, in dem die Einführung von Kompetenzrastern und Checklisten einen wichtigen Aspekt darstellt, erscheint uns die Mathematikwerkstatt eine tolle Möglichkeit zur Verankerung der neuen Ansätze.

Nicht nur individuelle, sondern auch kooperative Lernformen können in der Werkstatt gefördert werden. Schwächere und stärkere Schüler werden von der gemeinsamen Arbeit und durch ein geeignetes Helfersystem profitieren. Umfangreichere Aufgaben können gemeinsam gelöst und zum Beispiel in Form von Lernplakaten festgehalten und im Raum aufgehängt werden. Auch verschiedene Präsentationsmöglichkeiten für Lehrer und Schüler (z. B. Whiteboard, Pinnwände, Beamer) sollen zur Verfügung gestellt werden.

Voraussetzung für einen solchen offenen Ansatz ist ein reichhaltiges Angebot an schülergerechtem Material, das Gelegenheit zum Üben und Wiederholen gibt, aber auch zum Erschließen neuer Sachverhalte und bearbeiten komplexer Aufgaben. Die Schüler sollen auch eigenständig auf das Material zugreifen können und wissen, wo was zu finden ist. Als ebenso wichtig sehen wir es an, dass der Raum eine konstruktive Arbeitsatmosphäre ermöglicht – er soll ansprechend gestaltet sein und Lust auf Lernen, Lesen und ruhiges Arbeiten machen. Der Raum soll ein eigenes Ambiente haben und sich von den normalen Unterrichtsräumen abheben. Schon beim Betreten des Raumes sollte sich der Schüler der verschiedenen Möglichkeiten bewusst sein, die er nun für die kommende Arbeitsphase hat.

(Hardy Hinrichs für die Fachschaft Mathematik)

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